Grauer See in grauer Landschaft, die von golden Licht durchdrungen wird.
Sonnenuntergang.
Enderlyn, allein, steht am See mit Blick auf das unruhig werdend Wasser.
Enderlyn. Des Lebens stiller Lauf
beginnt erst in den letzten Stunden;
wie die späten Strahlen golden wälzen,
durchbrechen eine leise Welt -
und jene Welt hier, die der Nymphen
erwachen nun jetzt zu dieser Zeit.
Die ersten Wellen, die des Wassers Leben auferwecken,
zeugen von wahrer Regsamkeit im kleinen Kreis;
der erste Fisch, der Abends an der klaren Haut sich zeigt
sei der erste Bote seiner selt'nen Art.
Doch was weiß der Mensch,
der wie ich an Gewässern irrt und lebt
von jener Wesen herrlich' Pracht?
Er schaut, und denkt zu sehen,
was das Auge ihm nur zeigen mag.
Doch das wahre Sein, das inmitten dieser Weiten lebt,
ist weitaus mehr, als eine bloße Idee zu beschreiben mag:
Die reine weiße Haut,
wie wir sie nennen,
ist beschuppt und sonderbar.
Das lange, silbern Haar,
wie wir es sehen,
ist eigen; wir sehn es gar.
Die stillen, blauen Augen,
die den Ozean gefangen halten,
blicken mehr, als wir zu blicken wagen -
Und deren Sicht,
wie wir sie niemals haben,
ist, gewiss!, ich mag es nicht mal sagen.
Oh weh!, wenn ich seh, wie unruhig dieses Wasser wird,
so spür' ich schon, wie warm mir in meiner Haut;
Der leise, eig'ner Puls einer Welt, die uns nicht bekannt,
die auferlebt, die aufersteht, die aufbegeht -
und wahrlich, ich steh' hier am Rand?
Doch scheint es mir Liebe, ach!, zu sein;
ich mag sie mir nicht beschreiben.
Das Wesen, das mir hier erscheinen will,
ist mir nur all' zu wohl bekannt,
doch fürcht' ich mich, in seine Augen dann zu schauen,
und zu ertrinken in dem weiten Blau.
Dort schimmert schon das erste weiße Haar,
und so fürcht' ich, bin ich hier willkommen?
Lieber mag ich geh'n, eh' sie mich sieht -
bin ich nicht ganz bei meinen Sinnen... (ab.)
beginnt erst in den letzten Stunden;
wie die späten Strahlen golden wälzen,
durchbrechen eine leise Welt -
und jene Welt hier, die der Nymphen
erwachen nun jetzt zu dieser Zeit.
Die ersten Wellen, die des Wassers Leben auferwecken,
zeugen von wahrer Regsamkeit im kleinen Kreis;
der erste Fisch, der Abends an der klaren Haut sich zeigt
sei der erste Bote seiner selt'nen Art.
Doch was weiß der Mensch,
der wie ich an Gewässern irrt und lebt
von jener Wesen herrlich' Pracht?
Er schaut, und denkt zu sehen,
was das Auge ihm nur zeigen mag.
Doch das wahre Sein, das inmitten dieser Weiten lebt,
ist weitaus mehr, als eine bloße Idee zu beschreiben mag:
Die reine weiße Haut,
wie wir sie nennen,
ist beschuppt und sonderbar.
Das lange, silbern Haar,
wie wir es sehen,
ist eigen; wir sehn es gar.
Die stillen, blauen Augen,
die den Ozean gefangen halten,
blicken mehr, als wir zu blicken wagen -
Und deren Sicht,
wie wir sie niemals haben,
ist, gewiss!, ich mag es nicht mal sagen.
Oh weh!, wenn ich seh, wie unruhig dieses Wasser wird,
so spür' ich schon, wie warm mir in meiner Haut;
Der leise, eig'ner Puls einer Welt, die uns nicht bekannt,
die auferlebt, die aufersteht, die aufbegeht -
und wahrlich, ich steh' hier am Rand?
Doch scheint es mir Liebe, ach!, zu sein;
ich mag sie mir nicht beschreiben.
Das Wesen, das mir hier erscheinen will,
ist mir nur all' zu wohl bekannt,
doch fürcht' ich mich, in seine Augen dann zu schauen,
und zu ertrinken in dem weiten Blau.
Dort schimmert schon das erste weiße Haar,
und so fürcht' ich, bin ich hier willkommen?
Lieber mag ich geh'n, eh' sie mich sieht -
bin ich nicht ganz bei meinen Sinnen... (ab.)